Online-Videotrend: Konvergentes Lesen

Posted on 01/05/2014

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by-the numbers beatles

Auf Zahlen reduziert: Die Beatles in der NYT-Serie «By the Numbers».

Wie können Online-Journalisten mit Video informieren und unterhalten, ohne bloss gängige TV-Formate zu imitieren?

nowthisnUkraine Conflict Map - Nowthisnews

Bürgerkrieg als eingängiger Info-Clip: Nowthisnews berichtet über die Krise in der Ukraine.

Eine endgültige Antwort gibts nicht. Aber es gibt Hinweise. Nowthisnews.com füttert die Leser mit informativen und unterhaltenden Videohäppchen. Die Haupaussage vermittelt geschriebener Text, kombiniert mit Fotos und Videoausschnitten. Im Gegensatz zum klassischen TV-Beitrag gibts keinen Off-Sprecher. Dass auch ernste Meldungen über den Konflikt in der Ukraine mit eingängiger Musik unterlegt sind, irritiert. Aber ansonsten ist die Nowthisnews-Erzählform sehr spannend.

 

 

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Spannende Zahlen: «By the Numbers» der New York Times.

Auch die Videoserie By the Numbers der New York Times arbeitet ohne Off-Sprecher. Im Mittelpunkt stehen ebenfalls geschriebene Fakten, unterstützt mit Fotos und Bewegtbild. «By the Numbers» vermittelt Daten originell und mit einem Augenzwinkern.

Weder «Nowthisnews »noch «By the Numbers» würde im Fernsehen funktionieren. Aber es sind interessanterweise ideale Formate für Mobile, Tablet und Desktop. Sie lassen sich rasch konsumieren und funktionieren zur Not ohne Ton. Wer also zum Beispiel im Zug mit dem Smartphone ohne Kopfhörer surft, kann dem Video problemlos folgen.

Bei diesen Hybriden aus Text, Ton, Bild und Bewegtbild handelt es sich um eine neue Art des Lesens. Ich nenne es «erweitertes Lesen» oder «konvergentes Lesen»

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